🥋 Wusstest du schon? Karate ist ein Kampfsport – aber nicht automatisch ein Hochrisikosport.
Wenn man «Kampfsport» hört, denken viele sofort an harte Schläge, Verletzungen und lange Ausfallzeiten.
Die wissenschaftlichen Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.
Untersuchungen zu Karate zeigen, dass viele der im Training und Wettkampf dokumentierten Verletzungen leicht oder mittelschwer sind. In einer systematischen Übersichtsarbeit zu Karateverletzungen wurden vor allem Prellungen, Abschürfungen und kleinere Verletzungen beschrieben. Schwere Verletzungen kommen vor, sind aber deutlich seltener.
Besonders interessant: Eine Untersuchung von vier aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften zeigte, dass nur etwa 10 % der erfassten Verletzungen zu einem Trainings- oder Wettkampfausfall führten. Die Autoren stellten zudem fest, dass die Gehirnerschütterungsrate im Spitzenkarate niedriger war als in mehreren anderen Kontakt- und Kollisionssportarten.
🇨🇭 Und was sagt die Schweizer Unfallversicherung?
Auch die Schweizer Einordnung ist interessant.
Die SUVA unterscheidet klar zwischen normalem Karate und sogenannten besonderen Wagnissen. Während beispielsweise Vollkontakt-Wettkämpfe oder «Karate-extrem», also das Zerschlagen von Ziegelsteinen oder dicken Brettern, ausdrücklich als riskante Aktivitäten aufgeführt werden, wird normales Karate nicht in dieser Kategorie genannt.
Auch die BFU führt Karate als reguläre Kampfsportart und stellt konkrete Empfehlungen zur Unfallprävention bereit. Dazu gehören unter anderem gutes Aufwärmen, geeignete Schutzausrüstung, kontrollierte Trainingsintensität und eine schrittweise Einführung in den Sport.
Sicherheit beginnt beim Training
Natürlich ist Karate nicht völlig verletzungsfrei. Kein Sport ist das.
Das Verletzungsrisiko hängt stark davon ab, wie trainiert wird: vom Alter und Erfahrungsniveau, von der Trainingsintensität, von der Technik, vom Verhalten der Trainingspartner und von den Sicherheitsregeln.
Genau deshalb gehören bei einem verantwortungsvollen Kyokushin-Training ein gutes Aufwärmen, technische Kontrolle, angemessene Intensität und gegenseitiger Respekt zum Training.
Kampfsport bedeutet nicht, sich gegenseitig zu verletzen.
Kampfsport bedeutet, den eigenen Körper und seine Grenzen zu kontrollieren.
🥋 Kyokushin Karate in Bern
Disziplin · Respekt · Stärke
KarateBern – Kyokushin Karate in Bern

